Abäppln und Sein

Johanna ist jetzt (inoffiziell) im Abäppl-Team bei Almuth ihrer Herde im Erlenbad. Sie genießt die Arbeit an sich mehr oder weniger, vor allem aber das Sein auf der Koppel, inmitten der Pferde. Johanna beim Abäpfeln im Erlenbad

Auch wenn diese gerade mal nicht im Bild sind, stehen sie natürlich irgendwo rum. An den Futter- und Trinkplätzen, in irgendwelchen Ecken, laufen hin und her, klären ihre Rollen. Und kacken, insgesamt echt viel. Um sich auch als Führungsperson in der Herde zu etablieren, sollte man die Haufen nicht gleich wegmachen, sondern eher noch etwas drauflegen, wie es im Motiva-Pferdetraining schön gezeigt wird. Sofern es sich dabei um eine Markierung handelt, was sehr oft der Fall ist und was man auch sehr gut beobachten kann. Sofern man sich die Zeit nimmt, bei den Pferden vornehmlich zu sein. Und zu beobachten.

Die Qualitätszeit bei den Pferden ist nicht hoch genug einzuschätzen und lehrt uns zugleich die größte Lektion dieser edlen Vierhufer an uns Menschen: Es ist weder nötig noch wichtig, ständig etwas zu tun. Wichtig ist, wie ich in jedem einzelnen Moment bin, was ich denke und vor allem, wie ich mich dabei fühle.

Johanna, Sami und Gino an der Heuraufe
Johanna, Sami und Gino haben Spaß an der Heuraufe

Mein herzlicher Dank, liebe Pferde, speziell an die Erlenbad-Herde!

Energetische Heilung

Nachdem Johanna aus Teneriffa zurück ist, verbringt sie möglichst viel Qualitäts-Zeit bei Gino, im Stall und auf der Kuppel, inmitten der kleinen Logo-Herde. Sie versucht sich zudem in energetischer Heilung, auch als Reiki bekannt.

Johanna und Luzi machen Reiki bei Gino

Energetische Heilung ist die neue, bzw. neu aktivierte Heilweise, bei der nicht nur Symptome behandelt werden, sondern echte Heilung geschieht. Durch das Einleiten von „Chi“, bzw. „Prana“ (Sanskrit für Lebensenergie) werden massiv die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Den Begriff „Chi“ verwendet auch Alexandra König aus Bayern, die mit ihrer Chi Horsing – Merthode eine sehr tiefe und friedvolle Verbindung zu Pferd (und Mensch) herstellt. Sehr empfehlenswert! Hier ein Beispiel-Video:

Reisen bildet

Johanna war mit einer ihrer Schwestern auf Fortbildungsreise im Tenerife Horse Rescue auf den Kanaren. Es hat allen gut getan und sehr gefallen. Die beiden kamen natürlich sofort ins Pferdeteam.

antonia und johanna pflegen pferde auf der tenerife horse rescue finca

Für Johanna haben sich neue Perspektiven eröffnet, was den eigenen Gnadenhof, auch für Gino angeht, die Schwester ist inzwischen auch mit dem Pferdeführungs-Virus infiziert

Währenddessen kümmerte ich mich gemeinsam mit der Hauptsponsorin Luzi um Gino im Erlenbad.

siggi und luzi bei gino

Wir versuchten uns auch in Führung und Bodenarbeit, müssen aber gestehen, daß der Respekt vor Gino sehr groß ist und Johanna das natürlicherweise viel besser kann. Mit Pferden und Tieren im allgemeinen ist sie komplett angstfrei und das spüren die. Almuth hilft ihr weiter mit Bodenarbeits-Übungen und Tricks. Danke.

Musik- statt Pferdetrainings-Unterricht

Wir sind jetzt fast täglich bei Gino im Erlenbad, anweiden und so. Da gibt es ja einiges zu beachten, Tageszeit, Nachtkälte, Blütestatus der Wiese, vor allem aber: nicht zu viel auf einmal. Und das ist eine echte Herausforderung, da Gino einen sehr starken Drang zum Gras hat. Verständlich, Pferde grasen natürlicherweise bis zu 16 Stunden täglich. Und er braucht natürlich Vitamine und Vitalstoffe, damit seine Heilung voranschreitet.

Johanna,Gino, Luzia und ich mit Gino beim Spaziergang

Dieses Foto entstand letzten Sonntag, kurz nachdem wir eine Probeaufnahme von „Hüa!“ etwas weiter unten im Kasten hatten. Ein Onkel Johannas meinte nach Sichtung wir bräuchten eher Musik- statt Pferdeführungs-unterricht und ich stimme ihm bedingt zu. Ich zeige dir hier einen kleinen Ausschnitt, den Song in voller Länge werden wir veröffentlichen, wenn…

a) wir das Lied gut singen

b) Gino auf uns hört und ein bischen gechillter mit uns steht

 

Gino wird angeweidet

Gino wird jetzt angeweidet. Das heißt, er wird langsam an das frische Grasfutter auf der Weide gewöhnt. Langsam, damit es keine Kolik oder sowas gibt.

gino wird angeweidet

Auch mit dem Bodentraining und der Führung geht es langsam voran. Wir suchen noch einen Pferdemenschen, der sich mal etwas Zeit nimmt, um uns in diese Kunst des Pferdetrainings richtig einzuführen.

Ich durfte ihn auch mal führen und mir ist klar geworden, daß allein der exzessive Konsum von Steve Young Horsemanship-Videos noch keine gute Lehrstunde vor Ort und das eigene Erproben der Führungstechniken, also die Praxis, ersetzt.

Wenn er mal am Frischgras frisst, bekommt man ihn nur sehr schwer davon wieder weg. 😉

Equidane Ahnenforschung

Darf ich vorstellen:

Grannus!

Das ist der Großvater von Gino, väterlicherseits. Leider hat er ihn nie kennengelernt, da in der Pferdezucht die Hengste meist nur zum Begatten da sind. Doch ich weiß inzwischen, daß die beiden in Kontakt sind und Grannus ganz genau verfolgt, was sein hübscher Enkel hier auf Erden noch so treibt.

Darley Arabian

Grannus wurde nur 21 Jahre alt. Bei einer Hengst-Schau in Holland fiel er vor mehreren tausend Zuschauern einfach tot um. Sein Ausdruck und seine Haltung erinnert mich an arabische Vollblütler und tatsächlich gibt es auch in der väterlichen Ahnenreihe Vollblutaraber, nämlich Darley Arabian (ca. 1700). Darley ist also der Urururururururgroßvater oder so von Gino.

Graphit

Grannus‘ Vater, also Ginos Urgroßvater, Graphit, war in der Pferde- und speziell der Sportpferdezucht-Welt ebenso kein Unbekannter. Zitat aus einem Artikel im Horse Magazin von 2014, übersetzt:

Graphit war viele Jahre lang der Star der Hengststation Hänigsen – der ehemaligen Heimat eines weiteren „G“-Pferdes, Gotthard. Schridde kommentiert Graphit: „Trotz seines flachen Vorderbeins (Frustra II!), seiner eingeschränkten Schulter- und Sattelposition sowie seiner kurzen und weniger elastischen Hinterfesseln zeigte er meist großartige, beeindruckende Bewegungen und ein weit überdurchschnittliches Springvermögen. Als Grandes Erscheinung in den Nachkommen durchschimmerte, waren Graphits Nachkommen farbenfrohe Dunkelfuchse. Mit dieser Ähnlichkeit zum Großvater ging ein hitziges Temperament und manchmal sogar ein schwieriges Wesen einher. Grandes direkte Nachkommen zeigten diese Probleme nicht. Dennoch erwiesen sich diese etwas schwierigen Pferde als sehr leistungsfähig.

Gallayo La Silla

Auch mit seinem Vater, Gallayo La Silla, hatte Gino wohl keinen Kontakt. Und auch er war ein erfolgreiches Springpferd und wurde nicht wirklich alt, nämlich 25 Jahre. Ein wunderschönes Pferd.

Galayo la Silla

Geronimo

Das erklärt vieles. Ginos Temperament, seine Willenskraft, seine Schönheit. Und seine Traumata. Denn eines ist klar: im Pferdesport wurde und wird bis heute mit den Tieren nicht zimperlich umgegangen. Gino trägt diese Verletzungen mit sich, genetisch, seelenhaft. Und hat nun die Chance, diese generationenübergreifenden Übergriffe endültig auszuheilen.

Die Ahnentafel

Sämtliche Ahnen sind mit uns am Start. Sie verfolgen ganz genau, wie es hier mit dieser Geschichte weitergeht und helfen uns, wo und wie sie können, aus dem geistigen Bereich.

Ich erstelle jetzt eine Ahnentafel, mit den Namen, Daten und Fotos, der wichtigsten Verwandten, um mit diesen besser in telepathischen Kontakt zu treten. Hier ein erster Entwurf:

 


Man braucht eine Aufgabe

Gino geht es besser. Die Schwellung am Fußgelenk ist zurückgegangen und er macht insgesamt einen recht entspannten Eindruck. Was ihm etwas zu schaffen macht, ist die Unterforderung. Er braucht definitiv eine Aufgabe. Und Führung, Bodentraining, irgend etwas tun, eine Aufgabe haben. Mit Kindern arbeiten. Genau das hat er sehr geliebt, was uns die offiziellen „Besitzer“ aus Baden-Baden nun nochmals bestätigt haben.

Johanna geht jetzt mindestens dreimal die Woche zu ihm, hat aber noch niemanden gefunden, der ihr zeigt, wie sie ihn gut führen kann und er ihr gut folgt. Auch die Farm, der Heilungsort, wo sie beide 24/7 zusammen sein können, hat sich noch nicht offenbart.  Wir bleiben dran.

Johanna in ihrem Lieblings-T-shirt und Gino

Die telepathischen Tonbänder

Gibt nix wirklich neues. Gino geht es den Umständen entsprechend gut. Johanna hat sehr viel zu tun, kümmert sich auch noch um andere Pferde, Menschen.

Bis wir den kompletten Song „Hüa!“ hier präsentieren, kannst du dir ja mal die telepathischen Bänder reinziehen. Pflichtprogramm für jedes an telepathischer Kommunikation Interessierte. Gedankenübertragung ist nicht nur jedem angeboren, sondern nur „die Spitze des Eisbergs“.

Hochbegabte, Autisten und viele, wenn nicht alle jener, die wir als „behindert“ bezeichnen, darin echte Meister.

Der Autist Asher, der im Übergang zum Erwachsenenalter aufhörte zu sprechen, äußerte sich seiner Lehrerin Jess gegnüber folgendermaßen:

„Wörter sind eine Art Einfrieren von Ideen und Geräuschen und aus diesem Grunde können sie für manche neurodiversen Leute eine Barriere oder Probleme schaffen. Wenn wir zu sprechen versuchen, müssen wir Lautstärke, Tonlage, Klang, Ausdruck und Absicht berücksichtigen, um verbal zu kommunizieren und zudem die tatsächlichen Geräusche mit dem Atem, Mund und der Kehle produzieren. Diese Sachen sind anstrengend und schwierig. Es ist solch eine grobe Methode der Kommunikation im Vergleich zur Telepathie. Letzten Endes wissen wir gewöhnlich, was andere gerade denken. Es wäre so viel einfacher, wenn sie unsere Gedanken fühlen könnten.“

Das ist aus der Episode 5 der telepathy tapes. Ich empfehle, sie dir der Reihe nach anzuhören. Falls du der englischen Sprache nicht wirklich mächtig, kannst du dir die Youtube-Episoden auch automatisch deutsch untertiteln lassen.

The TelepathyTtapes  Season 1 auf YouTube

Gibt auch eine Webseite: https://thetelepathytapes.com

P.S.: In der erweiterten Staffel „talk tracks“ geht es in Episode 2 ganz speziell um Tierkommunikation. Check: Talk Tracks Ep.2: Exploring animal telepathy with Ditte Young

Testclip von Hüa!

„Mutige Menschen singen, selbst wenn keine Melodie ertönt. Sie spielen die Noten, die sie in ihrem Herzen hören.“ (Josiah Cullen, aus dem Buch „Josiahs Stimme“ von Tahni Cullen)

Manchmal braucht es auch Mut, wenn eine Melodie ertönt. Wenn man einen Song noch nicht so oft geübt hat und trotzdem ein Video davon im Internet zeigt. Hier: ‚Hüa!‘ von ‚Ganz Schön Feist‘. Nur ein Ausschnitt, nicht den kompletten Song, das wäre dann doch zu peinlich. Und leider ohne Gino, noch. Deshalb habe ich ihn einfach mal in den Clip mit eingebaut. Und Sasquatch. Sieh und höre selbst:

 

Ganzer Song ganz bald, versprochen.

Hüa!

 

Hüa!

Johanna hatte Geburtstag. War schön, viele Gäste im Haus. Natürlich war sie auch bei Gino für ein paar Stunden.

gino und johanna im erlenbad

Gino geht es den Umständen entsprechend gut. Der Spanier ist jetzt weg, hatte angeblich viel unruhige Energie in die kleine Pony-Herde gebracht. Gino hat quasi die Chefrolle übernommen und macht immer ein bischen Programm an den Futterstellen, was ja kein schlechtes Zeichen ist.

Ansonsten üben wir gerade ein wunderschönes Lied von einer CD ein, die Johanna zum Geburtstag geschenkt bekam. Titel: HÜA! Aus dem Text:

Rühr nicht immer in dem Scheiß von früher
Sag lieber zu der Zukunft: Hüa!

(von: Ganz Schön Feist)

Wir planen einen kleinen musikalischen Video-Clip vor Ort mit Gino, also: dranbleiben!